20 | 04 | 2018

48. Internationaler Jugendmalwettbewerb „jugend creativ“ der europäischen Raiffeisen- und Volksbanken

„Erfindungen verändern unser Leben“, so lautete das diesjährige Thema des Malwettbewerbs der europäischen Genossenschafts- und Raiffeisenbanken, an dem sich auch in diesem Schuljahr wieder sämtliche Klassen der Grund- und Mittelschule Dinkelscherben beteiligten. Von den ABC–Schützen bis hin zu den Neuntklässlern entstand eine erstaunliche Bandbreite an kreativen bildnerischen Ideen zu diesem interessanten Thema.

„Ideen mit Wirkung!“ – das war die besondere Malaufgabe für die Grundschüler der 1. bis 4. Klassen. Und was ließen die sich nicht alles einfallen! Erstklässler versetzten ihre Elternhäuser und ihre Autos hoch über den Erdboden und ließen sie über den Köpfen erstaunter Betrachter schweben. Zweitklässler standen ihnen in nichts nach, entwickelten fliegende Solarautos und erdachten sich Wetter-Wunsch-Maschinen, die bei Einstellung Sonnenschein nicht nur für gute Laune, sondern auch für nützlichen Solarstrom sorgten. Eine Idee, die auch bei Erwachsenen Gefallen finden dürfte! Zahlreiche Schülerinnen und Schüler der dritten Klassen bezogen ihre erfinderischen Ideen auf das häusliche Umfeld. „Alles-kann-Roboter“ wurden da nicht nur zum Aufräumen des Kinderzimmers eingesetzt, nein – sie dienten auch zur Herstellung leckerer Speisen im     Küchenbereich. Viele Viertklässler stellten technische Entwicklungen in den Vordergrund ihrer Malarbeiten. In seiner prämierten Arbeit stellte ein Schüler einen „Müllumwandler“ vor, der aus Plastikmüll nicht nur erneuertes Spielzeug         herstellen konnte, sondern zudem seine Umwelt schonte, indem er allen weggeworfenen Müll wiederverwertete und damit einen gelungenen Beitrag zum Umweltschutz leistete. Weitere Bilder mit Albert Zweistein im Erfinderbüro und Kunstwerke mit fliegenden, schwimmenden und                solarbetriebenen Autos zeigten, dass bereits Grundschüler intensiv an Erfindungen interessiert sind, die unsere künftigen Lebensgewohnheiten prägen könnten. So war es für die Jury um die Lehrerinnen Sandra Wirth und Sabine Eberl keineswegs leicht, die klassenbesten Schülerarbeiten zu finden. 

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Strahlende Gewinner aus der Grundschule auf der Bühne mit den Vertretern der Raiba ALW, Herrn Haslinger und Frau Helzenlichter, sowie Schulleiter Manfred Hörmann am Mikrofon. Bild: Frau Oberndörfer

Für die Mittelschüler aus den Klassen 5 bis 9 hieß die Aufgabe des Malwettbewerbes „Problemlösungen finden!“ Eine Aufgabenstellung, die die eigene Fantasie der Schüler in besonderer Weise anregte. Bedeutete dies doch für die Jugendlichen, in zeichnerischer Form zu deuten, wie sie sich Erfindungen vorstellten, die Lösungen erkennen lassen. Und dass die Schüler dieser Jahrgangsstufen eine sehr unterschiedliche Sichtweise ihrer Art von Erfindungen haben, das bewiesen sie mit ihren Bildern. Zum einen gestalteten sie Werke, in denen sie technische Errungenschaften weiterentwickelten, die uns allen in Zukunft die Chance geben können, uns leichter in unserem Lebensbereich zurechtzufinden. Zum anderen zeigten sie in ihren Darstellungen aber auch, in welch gefährliche Dimensionen ständiger Fortschritt führen kann. Für die Damen der fünften und sechsten Klasse waren natürlich Kleidung, Auftreten und Reisen wichtige Bereiche, in denen Erfindungen Platz fanden. Zauberschränke, in denen Designerkostüme und Model-Bekleidung auf Knopfdruck für das abendliche Auftreten bereit standen, waren ebenso Inhalt der gestalterischen Arbeiten wie eigene Boeings und Traumraketen, die die Wunschreise Wirklichkeit werden ließen. Wieder andere Schülerwerke setzten sich mit der Weiterentwicklung von Flugzeugen zu selbst gesteuerten Flugobjekten und mit chemischen Vorgängen auseinander, die unsere Schönheit und unser Wohlbefinden im Blickfeld hatten. Höchst interessant, dass etliche Bilder von Acht- und Neuntklässlern vor den Gefahren ständig neuer Erfindungen warnten und die Bedeutung zielgerichteter Entwicklungen im technischen und auch biochemischen Bereich in den Mittelpunkt ihrer Malarbeiten rückten. Und so machte manches futuristisch anmutende Werk zugleich auch nachdenklich, wenn z. B. der künftige Mensch dank immer neuer Ideen zur einem Räderwerk technischer Rafinesse wird, dessen Ernährung, Blutkreislauf und gedankliche Leistungsfähigkeit vom Funktionieren eines unüberschaubaren Getriebes im Körperinnern abhängig wird.

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Die Gewinner des Malwettbewerbs für die Mittelschule präsentieren stolz einen Scheck in Höhe von € 350,00, den die Raiffeisenbank Augsburger Land West für schulische Zwecke überreichte. Bild: Frau Oberndörfer

Mit dem Marktbereichsleiter der örtlichen Raiffeisenbank, Herrn Haslinger, und mit Frau Helzenlichter fanden sich zwei Repräsentanten der Raiffeisenbank Augsburger Land West zur Ehrung der Klassensieger an der Grund- und Mittelschule Dinkelscherben ein. Im Gepäck hatten sie neben einem erfreulich hohen Scheck in Höhe von € 350.- zur Verwendung für schulische Zwecke eine große Anzahl an interessanten Preisen für die jeweils drei besten Arbeiten jeder Klasse. Nachdem Rektor Manfred Hörmann die Schüler und Gäste begrüßt hatte und Herr Haslinger den gespannten Schülern noch einmal das diesjährige Motto und seine Bedeutung ins Gedächtnis gerufen hatte, konnte die lang ersehnte Preisverleihung schließlich beginnen.

Für beste Unterhaltung bei der Preisverleihung sorgte die Musiklehrkraft Frau Eisenbarth mit den Klassen 3a und 3b, die mit gekonntem Gesang und feiner Begleitung ein witziges Spaßlied zum Besten gaben . Ebenfalls großen Beifall erhielten die jüngsten Akteure der Veranstaltung. Unter Leitung von Lehrkraft Frau Seckler trugen die Kinder der Klasse 1b mutig das von der Lehrerin selbst gedichtete Lied „Kinder sind Erfinder“ passend zum Thema des Malwettbewerbs vor. Viel Beifall für ihren Tanz erhielten auch die Musikschüler der Klassen 6a und 7a, die unter Leitung von Frau Eisenbarth den Tanz „music makes the world go round“ mit Boomwhacker-Begleitung zur Freude der Zuschauer aufführten. Den musikalischen Abschluss der Veranstaltung boten die Tänzerinnen der Klasse 5a mit ihrem Tanz zu Mark Fosters Lied „Sowieso“.  Großer Beifall für eine tänzerische flotte und sportliche Darbietung war verdienter Lohn einer richtig gut gelungenen Aufführung und zugleich Schlusspunkt des diesjährigen Malwettbewerbs an der Grund- und Mittelschule Dinkelscherben..