16 | 08 | 2018

„Sich bewegen um etwas zu bewegen“

Sponsorenlauf an der Grund- und Mittelschule Dinkelscherben

Unter diesem Motto stand im Mai dieses Jahres ein gemeinsamer Spendenlauf der Grund- und Mittelschule und der Helen-Keller-Schule Dinkelscherben. Bei bestem Wetter machten sich nahezu 400 Schülerinnen und Schüler der beiden Schulen daran, möglichst viele Runden um ihre Schulhäuser zu drehen. Im Vorfeld hatten die Schüler sich bereits um Sponsoren für ihre Laufrunden gekümmert und Geldbeträge pro gelaufener Runde vereinbart. Eltern, Großeltern und Bekannte der Schüler ließen sich nicht zweimal bitten, galt es doch, eine sehr sinnvolle humanitäre Schulaktion zu unterstützen. Ziel des Spendenlaufs war es, einen möglichst hohen Geldbetrag für die Unterstützung der tansanischen „One World Secondary School Kilimanjaro“ zu erzielen.
Diese Schule wurde im Jahr 2012 gegründet und wird derzeit von Herrn Dr. Köhler geleitet. Das Ehepaar Köhler engagiert sich seit Jahren für den Ausbau der Schule, um dort hauptsächlich Waisenkinder zu verpflegen, sie mit guter schulischer Ausbildung auszustatten und den jungen Menschen sichere Weiterbildungschancen zu bieten.
Das Ehepaar Köhler war nun in Dinkelscherben vor Ort, um selbst den Scheck für die erlaufenen Spenden in Empfang zu nehmen. Und was sich schon während des Laufs angedeutet hatte, wurde Wirklichkeit. Selbst Schülerinnen und Schüler, deren sportliches und läuferisches Können nicht allzu ausgeprägt ist, liefen Runde um Runde und überraschten damit sicherlich auch ihre Geldgeber. Sage und schreibe € 9.500,00 konnten Frau Steffi Kastner von der Helen-Keller-Schule und Frau Simone Eisenbarth von der GMS Dinkelscherben als Organisatorinnen des Laufs an das Ehepaar Köhler übergeben. Das Ehepaar Köhler war sichtlich bewegt über die großzügige Spende und bedankte sich bei allen Spendern für deren Bereitschaft zur Unterstützung sowie bei den Schulleitungen und den Organisatorinnen für deren Engagement zum weiteren Ausbau der tansanischen Schule. Mit Berichten von Herrn Köhler zum harten tansanischen Schulalltag und mit unterhaltsamen Schülervorführungen endete ein erfolgreiches gemeinsames Schulprojekt „Sich bewegen um etwas zu bewegen“.

Interessante Informationen zur One World Secondary School Kilimanjaro finden Sie im Internet unter www.oneworldschool-tanzania.org .

 

48. Internationaler Jugendmalwettbewerb „jugend creativ“ der europäischen Raiffeisen- und Volksbanken

„Erfindungen verändern unser Leben“, so lautete das diesjährige Thema des Malwettbewerbs der europäischen Genossenschafts- und Raiffeisenbanken, an dem sich auch in diesem Schuljahr wieder sämtliche Klassen der Grund- und Mittelschule Dinkelscherben beteiligten. Von den ABC–Schützen bis hin zu den Neuntklässlern entstand eine erstaunliche Bandbreite an kreativen bildnerischen Ideen zu diesem interessanten Thema.

„Ideen mit Wirkung!“ – das war die besondere Malaufgabe für die Grundschüler der 1. bis 4. Klassen. Und was ließen die sich nicht alles einfallen! Erstklässler versetzten ihre Elternhäuser und ihre Autos hoch über den Erdboden und ließen sie über den Köpfen erstaunter Betrachter schweben. Zweitklässler standen ihnen in nichts nach, entwickelten fliegende Solarautos und erdachten sich Wetter-Wunsch-Maschinen, die bei Einstellung Sonnenschein nicht nur für gute Laune, sondern auch für nützlichen Solarstrom sorgten. Eine Idee, die auch bei Erwachsenen Gefallen finden dürfte! Zahlreiche Schülerinnen und Schüler der dritten Klassen bezogen ihre erfinderischen Ideen auf das häusliche Umfeld. „Alles-kann-Roboter“ wurden da nicht nur zum Aufräumen des Kinderzimmers eingesetzt, nein – sie dienten auch zur Herstellung leckerer Speisen im     Küchenbereich. Viele Viertklässler stellten technische Entwicklungen in den Vordergrund ihrer Malarbeiten. In seiner prämierten Arbeit stellte ein Schüler einen „Müllumwandler“ vor, der aus Plastikmüll nicht nur erneuertes Spielzeug         herstellen konnte, sondern zudem seine Umwelt schonte, indem er allen weggeworfenen Müll wiederverwertete und damit einen gelungenen Beitrag zum Umweltschutz leistete. Weitere Bilder mit Albert Zweistein im Erfinderbüro und Kunstwerke mit fliegenden, schwimmenden und                solarbetriebenen Autos zeigten, dass bereits Grundschüler intensiv an Erfindungen interessiert sind, die unsere künftigen Lebensgewohnheiten prägen könnten. So war es für die Jury um die Lehrerinnen Sandra Wirth und Sabine Eberl keineswegs leicht, die klassenbesten Schülerarbeiten zu finden. 

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Strahlende Gewinner aus der Grundschule auf der Bühne mit den Vertretern der Raiba ALW, Herrn Haslinger und Frau Helzenlichter, sowie Schulleiter Manfred Hörmann am Mikrofon. Bild: Frau Oberndörfer

Für die Mittelschüler aus den Klassen 5 bis 9 hieß die Aufgabe des Malwettbewerbes „Problemlösungen finden!“ Eine Aufgabenstellung, die die eigene Fantasie der Schüler in besonderer Weise anregte. Bedeutete dies doch für die Jugendlichen, in zeichnerischer Form zu deuten, wie sie sich Erfindungen vorstellten, die Lösungen erkennen lassen. Und dass die Schüler dieser Jahrgangsstufen eine sehr unterschiedliche Sichtweise ihrer Art von Erfindungen haben, das bewiesen sie mit ihren Bildern. Zum einen gestalteten sie Werke, in denen sie technische Errungenschaften weiterentwickelten, die uns allen in Zukunft die Chance geben können, uns leichter in unserem Lebensbereich zurechtzufinden. Zum anderen zeigten sie in ihren Darstellungen aber auch, in welch gefährliche Dimensionen ständiger Fortschritt führen kann. Für die Damen der fünften und sechsten Klasse waren natürlich Kleidung, Auftreten und Reisen wichtige Bereiche, in denen Erfindungen Platz fanden. Zauberschränke, in denen Designerkostüme und Model-Bekleidung auf Knopfdruck für das abendliche Auftreten bereit standen, waren ebenso Inhalt der gestalterischen Arbeiten wie eigene Boeings und Traumraketen, die die Wunschreise Wirklichkeit werden ließen. Wieder andere Schülerwerke setzten sich mit der Weiterentwicklung von Flugzeugen zu selbst gesteuerten Flugobjekten und mit chemischen Vorgängen auseinander, die unsere Schönheit und unser Wohlbefinden im Blickfeld hatten. Höchst interessant, dass etliche Bilder von Acht- und Neuntklässlern vor den Gefahren ständig neuer Erfindungen warnten und die Bedeutung zielgerichteter Entwicklungen im technischen und auch biochemischen Bereich in den Mittelpunkt ihrer Malarbeiten rückten. Und so machte manches futuristisch anmutende Werk zugleich auch nachdenklich, wenn z. B. der künftige Mensch dank immer neuer Ideen zur einem Räderwerk technischer Rafinesse wird, dessen Ernährung, Blutkreislauf und gedankliche Leistungsfähigkeit vom Funktionieren eines unüberschaubaren Getriebes im Körperinnern abhängig wird.

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Die Gewinner des Malwettbewerbs für die Mittelschule präsentieren stolz einen Scheck in Höhe von € 350,00, den die Raiffeisenbank Augsburger Land West für schulische Zwecke überreichte. Bild: Frau Oberndörfer

Mit dem Marktbereichsleiter der örtlichen Raiffeisenbank, Herrn Haslinger, und mit Frau Helzenlichter fanden sich zwei Repräsentanten der Raiffeisenbank Augsburger Land West zur Ehrung der Klassensieger an der Grund- und Mittelschule Dinkelscherben ein. Im Gepäck hatten sie neben einem erfreulich hohen Scheck in Höhe von € 350.- zur Verwendung für schulische Zwecke eine große Anzahl an interessanten Preisen für die jeweils drei besten Arbeiten jeder Klasse. Nachdem Rektor Manfred Hörmann die Schüler und Gäste begrüßt hatte und Herr Haslinger den gespannten Schülern noch einmal das diesjährige Motto und seine Bedeutung ins Gedächtnis gerufen hatte, konnte die lang ersehnte Preisverleihung schließlich beginnen.

Für beste Unterhaltung bei der Preisverleihung sorgte die Musiklehrkraft Frau Eisenbarth mit den Klassen 3a und 3b, die mit gekonntem Gesang und feiner Begleitung ein witziges Spaßlied zum Besten gaben . Ebenfalls großen Beifall erhielten die jüngsten Akteure der Veranstaltung. Unter Leitung von Lehrkraft Frau Seckler trugen die Kinder der Klasse 1b mutig das von der Lehrerin selbst gedichtete Lied „Kinder sind Erfinder“ passend zum Thema des Malwettbewerbs vor. Viel Beifall für ihren Tanz erhielten auch die Musikschüler der Klassen 6a und 7a, die unter Leitung von Frau Eisenbarth den Tanz „music makes the world go round“ mit Boomwhacker-Begleitung zur Freude der Zuschauer aufführten. Den musikalischen Abschluss der Veranstaltung boten die Tänzerinnen der Klasse 5a mit ihrem Tanz zu Mark Fosters Lied „Sowieso“.  Großer Beifall für eine tänzerische flotte und sportliche Darbietung war verdienter Lohn einer richtig gut gelungenen Aufführung und zugleich Schlusspunkt des diesjährigen Malwettbewerbs an der Grund- und Mittelschule Dinkelscherben..

„Schelmische Engel erfreuen das Publikum“

Wohl wissend, dass auf ihn zur Weihnachtszeit eine Menge an Arbeit auf Erden warten würde, legt sich ein gut gelaunter und vollbärtiger Nikolaus in sein himmlisches Bett, um sich auszuruhen und für die bevorstehenden Aufgaben gerüstet zu sein. Als er aufwacht und zusammen mit seinem Spiegelengel vor der Reise hinunter zur Erde nochmals sein Äußeres in Augenschein nimmt, traut er seinen Augen nicht – der Bart ist weg ! Wer war der Täter und vor allem - wie komme ich wieder zu meinem Rauschebart ?   Diesen Inhalt präsentierte die optisch und spielerisch eindrucksvolle Grundschul-Theatergruppe einem erfreuten Publikum, das bei der Weihnachtsfeier der GMS Dinkelscherben die Aula der Schule bis auf den letzten Platz füllte. Eingeleitet wurde die Feier vom Blechbläserensemble unter Leitung von Frau Simone Eisenbarth. Nach der Begrüßung der zahlreichen Gäste durch Schulleiter Manfred Hörmann sang die Klasse 2a textsicher das Lied „Zwei Weihnachtsmäuse“ und begleitete ihren lebendigen Gesang mit Orff-Instrumenten. Einstudiert hatte das Lied mit den jüngsten Akteuren des Abends Klassenleiterin Christine Erdt. Im nächsten Programmpunkt zeigten die Schüler der Theater AG der Grundschule, dass sie nicht nur ihre Texte ausgezeichnet gelernt hatten, sondern auch bereits über viel spielerisches Potenzial verfügten.  Im Weihnachtsstück „Der neue Bart von St. Nikolaus“ wurden sowohl der Heilige Nikolaus als auch alle anderen Akteure von Frau Karin Weichselbaumer derart gut in Szene gesetzt, dass lang anhaltender Beifall der Besucher gerechten Lohn für all die harte Probenarbeit darstellte.  Für gelungene akustische und optische Effekte sorgte Herr Weichselbaumer. Mit einem flotten Tanz der Klasse 4a unter Leitung von Herrn Werner Kirchmeir, der die Themen Frieden, Freude, Christus und Schenken in den Mittelpunkt rückte, wurden die Gäste in die wohl verdiente Pause entlassen. Feine Würstchen und warmer Punsch, den der Elternbeirat der Schule vorbereitet hatte, stärkten die Gäste für den 2. Teil der Veranstaltung. Diesen eröffnete die Bläsergruppe mit der bekannten Melodie „Es ist ein Ros entsprungen“. Anspruchsvoll und abwechslungsreich präsentiert wurde das nun folgende Gemeinschaftsprojekt der Klassen 3a und 3b. Die Klassenleiterinnen Nadja Wagner und Sandra Wirth hatten zusammen mit Musiklehrerin Simone Eisenbarth das Stück „Erzähl mir was von Gott“ einstudiert. Die Schüler erzählten, spielten und sangen hier in beeindruckender Form Auszüge der Herbergssuche. Für ihre gekonnte Vorführung und die feine Begleitung der Lieder am Klavier durch Frau Eisenbarth erhielten Schüler und Lehrkraft reichen Beifall. Nahezu rockig wurde es beim nächsten Programmteil. Den Tanz „Perfect strangers“ von Jonas Blue tanzten die Mädchen der Klassen 6a und 7a unter Anleitung von Frau Körner derart fetzig, dass das Publikum gar eine Zugabe einforderte. Rhythmusgefühl und Fingerfertigkeit mussten die Musiker der 6. und 7. Klassen bei der Interpretation des Kanons von Johann Pachelbel beweisen. Unter Federführung von Frau Simone Eisenbarth untermalten die Schüler geschickt einen Jahrhunderte alten Kanon in klatschender Form. Auch hierbei geizten die Zuhörer nicht mit Applaus. Den Schlusspunkt unter die vorweihnachtliche Veranstaltung setzte Herr Bernhard Blaschke-Wenisch. Mit seiner Klasse 5a präsentierte er das traditionelle irische Weihnachtslied „Christmas in the old man`s hat“.  Voller Freude und mit starken Stimmen   trugen die Kinder ein Lied vor, das in seinem Inhalt die Diskrepanz des Beschenkens von „arm und reich“ beschreibt. Anhaltender Beifall für den lebendigen Vortrag der Schüler und die gekonnte Gitarrenbegleitung von Herrn Blaschke-Wenisch waren der Dank für eine gelungene Präsentation.  Damit ging eine Weihnachtsfeier zu Ende, die allen Beteiligten große Freude bereitet hatte, die aber auch eine besinnliche Note bekam.

Weihbischof Florian Wörner hatte eine Woche vor der Weihnachtsfeier bei der Einweihung der neuen Mensa die große Not von Schulkindern im westafrikanischen Burkina Faso angesprochen. Seine Ansprache verfehlte ihre Wirkung nicht. Der Elternbeirat der Schule verkaufte Lebkuchen und übergab einen Betrag von € 200,00 zu Gunsten der Kinder Burkina Fasos. Schüler sammelten spontan Spenden für das Katholische Schulwerk der Diözese Augsburg. Diese werden nun übergeben, um die mangelhafte Ausstattung der Schulen in Burkina Faso ein wenig zu lindern.

Handwerk macht Schule

Kreishandwerkerschaft Augsburg und Handwerkskammer Schwaben präsentieren „Karriere im Handwerk“ an der Mittelschule Dinkelscherben

Auf großes Interesse stieß der Informationsabend „Karriere im Handwerk“ an der Mittelschule Dinkelscherben. Nahezu 300 Personen durfte Schulleiter Manfred Hörmann in der Aula der Grund- und Mittelschule begrüßen, als die Kreishandwerkerschaft Augsburg in Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer Schwaben und dem Landratsamt Augsburg zahlreiche Innungsvertreter aus den unterschiedlichsten Berufen an die Mittelschule schickte. Frau Silvia Zinnecker, Geschäftsstellenleiterin der Kreishandwerkerschaft Augsburg, organisierte zusammen mit Frau Julia Horn vom Landratsamt Augsburg diesen Abend für interessierte Schüler und deren Eltern. Nahezu 100 Schüler aus Zusmarshausen und Dinkelscherben sowie deren Eltern ließen sich Berufsbilder vorstellen.  In   Workshops  stellten Meister und Ausbildungsleiter vieler Innungen ihre Berufe vor und erläuterten Ausbildungsziele und Weiterbildungsmöglichkeiten.  Sowohl Eltern als auch Schüler waren von dem verschiedenartigen Angebot an Berufsbildern angetan. Die Vertreter der Betriebe verwiesen auf die Bedeutung der Vertiefung schulischer und betrieblicher Ausbildung und empfahlen den Schülern, freiwillige Betriebspraktika verstärkt zu nutzen, um Stärken und Schwächen jedes einzelnen Bewerbers um eine Lehrstelle frühzeitig entdecken zu können. Dies ermögliche eine zielgenaue Berufswahl und vermeide spätere Berufs- und Ausbildungswechsel. Herr Landrat Martin Sailer bewies durch seine Anwesenheit, dass ihm eine gesicherte betriebliche Ausbildung junger Menschen sehr am Herzen liegt. In seiner Begrüßung wies er insbesondere auf die derzeit außerordentlich günstigen Ausbildungschancen hin und forderte die Mittelschüler auf, tatkräftig und engagiert ihren Berufszielen nachzugehen. Den anwesenden schulischen Vertretern und den Eltern bot sich an diesem Abend eine ausgezeichnete Möglichkeit, Kontakte zu Handwerksmeistern und ihren Betrieben zu knüpfen. Robert Höck, stellvertretender Kreishandwerksmeister, ermutigte die jungen Leute, verschiedene Praktika durchzuführen, um herausfinden zu können, welcher Handwerksberuf für sie als Bewerber geeignet wäre. Viel Aufmerksamkeit bei seinen Zuhörern erregte Frederic Schießl  von der Abteilung Ausbildung bei der Handwerkskammer für Schwaben, als er seinen persönlichen beruflichen Werdegang beschrieb. Er stellte klar, dass das Sprichwort „Das Handwerk hat goldenen Boden“ immer dort Realität werden kann, wo Fleiß und Können den beruflichen Werdegang eines Handwerkers prägen. Für die Besucher des Informationsabends war die Veranstaltung eine rundum gelungene Sache, für die Organisatoren war sie alle Mühen wert.

Text: Manfred Hörmann, Rektor GMS Dinkelscherben